Agrarrohstoffe müssen steigen
Pressemitteilung
Frankfurt, „Je höher die Preise für Agrarrohstoffe steigen, desto besser.“, so die Kernaussage von Jim Rogers, einem der weltweit renommiertesten Rohstoffkenner, in einem Interview mit „Märkte und Zertifikate 02/2010“ der Royal Bank of Scotland.
Der Rohstoffexperte sieht die Chance, dass sich Agrarrohstoffe deutlich verteuern können. Anders als bei Öl sieht der Experte die Nachfrage nach Lebensmitteln selbst bei stark steigenden Preisen als nicht gefährdet an, da die Lebensmittelnachfrage sehr starr sei. Lebensmittel braucht jeder Mensch, so die Begründung.
Rogers: Bleibt das Preisniveau für Agrargüter auf heutigem Niveau, gibt es schon bald keine Nahrungsmittel – zu keinem Preis. Auch diese Aussage deckt sich mit den Vorhersagen und Befürchtungen der europäischen Milchbauern und des BDM Young. Der Experte begründet seine Aussage mit dem Problem, dass die Bauern zu den aktuellen Preisen nicht mehr produzieren können und Ihre Betriebe akut Existenzgefährdet sind. Im Moment rechne sich der Beruf „Bauer“ nicht und dies nicht nur in Europa oder den USA, sondern weltweit, so Rogers.
Nur mit deutlich steigenden Preisen kann die Nahrungsmittelproduktion langfristig gesichert werden. Denn nur wenn mit Landwirtschaft ein gerechtes Einkommen erzielt werden kann, werden die landwirtschaftlichen Betriebe Nachfolger finden und die Ernährung unserer Bürger langfristig sichern können.
Im Weiteren erkennt der Experte, wie auch die europäischen Landwirte, die Dringlichkeit für steigende Preise indem er von einem Bauernsterben in absehbarer Zeit spricht.
Um die von Rogers prognostizierte globale Nahrungsmittelkrise zu verhindern muss endlich auch die europäische Agrarpolitik den Stellenwert der Landwirte erkennen, die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen und somit die Existenz der Landwirtschaft als Nahrungsmittelproduzent sichern.
Um die Ernährung der Weltbevölkerung zu gewährleisten, muss nicht die Produktionsmenge steigen, sondern die Preise für landwirtschaftliche Produkte, je höher desto besser für uns alle, so Jim Rogers.
Wenn nun auch Experten der globalen Rohstoffmärkte die Misere der Landwirtschaft erkennen, bleib nur zu hoffen, dass unsere Politiker dies auch bald tun.
Die Zeit arbeitet in diesem Fall für die Landwirte, die sich in ihrer Motivation und Kampfbereitschaft um faire Preise nicht beirren sondern durch die Unterstützenden Aussagen von Experten aus aller Welt zum weitermachen anspornen lassen sollten.