Unterstützung für den BDM-Young

März 10, 2010

Brüssel, den 17.Februar 2010, der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) veröffentlicht seine Stellungnahme, NAT/450 „Zukunftsstrategie für die EU-Milchwirtschaft“, indem er Stellung zur EU-Agrarpolitik bezieht und somit die Agrarpolitische Position des BDM-Young unterstützt.

In der Stellungnahme bestätigt der EWSA die Notwendigkeit der Umsetzung der Forderungen der Milchbauern und des BDM-Young nach gerechten Rahmenbedingungen, welche es uns gemeinsam ermöglichen mit unseren Marktpartnern auf Marktschwankungen zeitnah und effizient reagieren zu können. Denn Preisschwankungen wie 2007/2008, die sich mit desaströsen Folgen auf Milchproduktion und Milchpreis zeigen, sind weder für den Verbraucher noch für die europäischen Milchbauern sinnvoll und auch nicht notwendig.  In seinen Schlussfolgerungen bezeichnet der EWSA die Milchversorgung der europäischen Bürger für langfristig von strategischer Bedeutung, und die EU dürfe sich niemals von Drittlands Importen abhängig machen.

Im weiteren stellt der EWSA fest, dass die europäischen Milchbauern nur dann Milch hoher Qualität und unter Einhaltung strengster Normen, an welchen unbedingt festgehalten werden müsse, produzieren werden, solange es für die Milchbauern lohnenswert ist. Ein Kostendeckender Milchpreis ist somit der Schlüssel zum Erfolg und einer nachhaltigen Milchproduktion in Europa.

Falls die Agrarpolitik mit der eingeschlagenen Liberalisierung fort fährt, ohne die Preise auf einem gewinnbringendem Niveau zu stabilisieren, wird die Milchwirtschaft besonders in den benachteiligten Gebieten zum Stillstand kommen. Für die betroffenen Regionen bedeutet dies auch den Verlust der multifunktionalen Landwirtschaft und somit auch der Gesellschaftlichen Leistungen, wie den Erhalt der Kulturlandschaft, der Artenvielfalt, aber auch der natürlichen Lebensräume und der Kunst und Kultur des ländlichen Raumes, mit verursacht durch den Verlust unzähliger Arbeitsplätze im Vor- und nachgelagerten Bereich der Milchwirtschaft. Daher sind nach Auffassung des EWSA Ausgleichzahlungen für benachteiligte Gebiete auch in Zukunft unumgänglich.

Extreme Preisschwankungen wie in den Jahren 2007/2008 muss die EU Kommission mittels geeigneter Stützungsmaßnahmen und eine genaue Marktbeobachtung verhindern.

Ziel muss es in Zukunft sein ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage herzustellen.

Gerade diese Aussage des EWSA bestätigt die Wichtigkeit der Forderungen des BDM-Young nach einer der Nachfrage angepassten Milchproduktion.

Die Forderung des EWSA an die Kommission, die Frage zu klären, weshalb die Verbraucherpreise nach wie vor 14% über dem Niveau vor dem Preisanstieg 2007 für Milchprodukte liegen, ist zugleich die Unterstützung des Bundeskartellamtes hier zu reagieren und mehr Markttransparenz im Sinne der Milcherzeuger in der gesamten Nahrungsmittelkette zu schaffen.

Um ein Überleben der EU Milchwirtschaft zu sichern ist es auch nach 2015 unumgänglich agrarpolitische Maßnahmen zur Stützung und Stabilisierung der Preise umzusetzen.

Der EWSA bezeichnet ein System mit angebots- und nachfrageabhängigen Marktmaßnahmen als unerlässlich.

Dies ist wie vom BDM und dem EMB auch vom BDM-Young gefordert durch eine flexible Mengensteuerung, verbunden mit Ausgleichzahlungen in benachteiligten Gebieten zur Sicherung der Milchproduktion, zu gewährleisten. Die europäischen Milchbauern sind für Europa zu wichtig, um sie auf den skrupellosen Weltmärken für Marktanteile zu opfern, so der europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss.

Pressemitteilung

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